Freundeskreis Asyl Rottweil und Trenkle Organisation GmbH versorgen Flüchtlingsunterkunft mit kostenlosem Internet

Seit letzter Woche gibt es in der Flüchtlingsunterkunft in der Unteren Lehrstraße ein kostenloses WLAN für die Bewohner.

Ein Zugang zum Internet, das ist für geflüchtete Menschen kein Luxus, sondern oft die einzige Möglichkeit, mit zu Hause gebliebenen oder noch auf der Flucht befindlichen Familienmitgliedern Kontakt zu halten. In neuer ungewohnter Umgebung gibt es für Flüchtlinge viele Barrieren zu überwinden. Sie müssen sich in einer neuen Stadt orientieren, wollen Deutsch lernen, suchen nach Adresse und Öffnungszeit einer Kinderarztpraxis — oder brauchen einfach nur ein Wörterbuch. Dies und noch viel mehr können Sie mit ihrem Handy und einem Internetzugang einfach lösen. Dadurch können sie sich selbständig nötige Informationen besorgen, und professionelle und ehrenamtliche Helfer können sich auf andere Dinge konzentrieren.

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Foto, von links nach rechts: Marc Stelling, Elvis Demiri, Andreas Trenkle, Jörg Gronmayer, Max Burger

Viele behördliche Angebote, vor allem Anträge zum Asylverfahren und Familiennachzug, sind sogar ausschließlich online verfügbar. Ebenso die Teilnahme an Deutsch-Fernkursen, Sprachtests, die Wohnungssuche, Informationen über Jobs, Ausbildungs- und Studienplätze, sind ohne Internetanbindung kaum zu meistern.

Der Freundeskreis Asyl suchte daher schon länger nach einer Möglichkeit, den rund 250 Flüchtlingen in der Unteren Lehrstraße einen einfachen und vor allem kostengünstigen Zugang zum Internet zu verschaffen. Gescheitert ist das zunächst an einem Gesetz zur sog. „Störerhaftung“, das es so nur in Deutschland gibt. Hier haftet der Inhaber eines Internetanschluss für alles, was an seinem Anschluss an Daten übertragen wird.

Über ein Spendenangebot kam der Freundeskreis Asyl mit der Trenkle Organisation GmbH in Kontakt. Jörg Gronmayer, Andreas Trenkle und Marc Stelling realisierten das Projekt „freies Internet“ über die gemeinnützige Initiative-Freifunk, die sich in ganz Deutschland für offene WLAN-Netze einsetzt. Die Freifunk-Router stehen nicht nur in Flüchtlingsheimen, sondern auch an vielen anderen Orten in Deutschland und versorgen Menschen mit freiem Internet, ohne dass der Betreiber mit rechtlichen Nachteilen rechnen muss.

Die Kosten für die Hardware, Wartung und Installation übernimmt die Trenkle Organisation GmbH, die für den Hochgeschwindigkeits-Anschluss der Freundeskreis Asyl.

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