Flüchtlingshilfe: Rottweiler Bündnis erarbeitet Strategien

ROTTWEIL – Die Mitglieder des Rottweiler Bündnisses für Flüchtlingshilfe und Integration haben bei einem Arbeitstreffen im Alten Gymnasium gemeinsame Strategien entwickelt.  Ziel ist eine Vernetzung der bestehenden Hilfsangebote, aber auch gemeinsame Projekte, um die Flüchtlinge in Rottweil gut unterzubringen und möglichst rasch zu integrieren.

Rottweiler Bündnis für Flüchtlingshilfe & Integration
Unterbringung, Deutschkurse, Ausbildungs- und Praktikumsplätze, Kultur- und Freizeitangebote und ein möglichst guter Kommunikationsfluss unter den Helfern waren Themen beim zweiten Treffen des Rottweiler Bündnisses für Flüchtlingshilfe und Integration im Alten Gymnasium.

Bei der Auftaktveranstaltung im Oktober hatten sich sechs Arbeitskreise gebildet, die nun eine erste Zwischenbilanz zogen und festlegten, was als nächstes zu tun ist. Der Arbeitskreis „Unterkunft und Wohnen“, an dem sich unter anderem der Landkreis Rottweil und die Stadtverwaltung beteiligen, stellte fest, dass bis Weihnachten auf Rottweiler Gemarkung rund 300 zusätzliche Unterkunftsplätze für Flüchtlinge geschaffen werden können. Die Stadtverwaltung und private Investoren unterstützen damit den Landkreis als Unterbringungsbehörde bei dem gemeinsamen Ziel, Hallenbelegungen in Rottweil so lange wie möglich zu vermeiden. Zusätzlich ist man im Kontakt mit weiteren Investoren, um bei Bedarf weitere Unterkünfte einzurichten und will leerstehende Wohnungen in einer Liste zentral erfassen.

Der Arbeitskreis „Sprache, Bildung, Rechte und Pflichten“ kümmert sich um die Vermittlung der deutschen Sprache als Basis für alle weiteren Integrationsschritte. Deutschkurse für Erwachsene und Angebote für Kinder über die Schulen und Kindergärten zum Spracherwerb werden in Rottweil durch Sprachpaten des Freundeskreises Asyl und Paten zur Hausaufgabenbetreuung unterstützt.

Der Arbeitskreis „Arbeit, Praktika und Schnupperkurse“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlingen eine berufliche Qualifizierung zu ermöglichen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Dazu sollen Angebote der Industrie- und Handelskammer und der Handwerkskammer sowie der Agentur für Arbeit und der Schulen eng verzahnt werden.

Unter den Schlagworten „Gesundheit und Versorgung“ machten sich Mitglieder des Bündnisses auch Gedanken darüber, wie es um die psychologische Betreuung der ehrenamtlichen Helfer bestellt ist. Hier sei eine Begleitung von Helfern, die mit den Kriegserlebnissen der Flüchtlinge konfrontiert werden, erforderlich.

Der Arbeitskreis „Begegnungen, Sport, Kultur“ wies auf gemeinsame Kultur- und Sportangebote mit Flüchtlingen hin. Außerdem wird die Stadt zwei neue Flyer deutsch- und englischsprachig auflegen, um bestehende Sport- und Kulturangebote unter Flüchtlingen bekannter zu machen. Eine Willkommensbroschüre ist in Bearbeitung. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung erarbeitete der Stadtverband für Sport kürzlich einen Plan für den Fall, dass Hallen zur Flüchtlingsunterbringung gebraucht werden, um den Sportbetrieb durch Umverteilung sicherstellen zu können.

Der Arbeitskreis „Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation“ stellte die neue Plattform „Rottweil hilft“ vor. Dieses Angebot des Freundeskreises Asyl steht allen Partnern des Bündnisses offen und beinhaltet einen Terminplaner und eine Helferdatenbank. In Arbeit ist zudem ein sogenanntes „Helfer-Navi“, das unkompliziert Interessenten an den passenden Adressanten vermittelt – egal ob es sich bei der Hilfsleistung um eine Geld- oder Sachspende, um Wohnraum oder um die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Engagement handelt.

INFO: Weitere Information erhalten Sie unter www.integration-rottweil.de und www.rottweil-hilft.de.

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